Studiengebühren (abgeschafft?!)

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  • Studiengebühren (abgeschafft?!)

    Eigentlich war ja das rote Wahlversprechen in NRW die Studiengebühren auszusetzen. Wie in diesem Artikel auch beschrieben, gab es damals ja anscheinend schon einen Gesetzesentwurf, welcher wohl auch auf den Weg gebracht wurde (zeit.de/studium/hochschule/2010-08/studiengebuehren-nrw).
    Nun habe ich, als ich vor ein paar Tagen die Studiengebühren überweisen sollte mich gefragt, ob das ganze denn Überhaupt noch steht, da ja die Haushaltspläne von Rot/Grün erstmal auf Eis gelegt wurden. Heisst das nun, dass somit auch der Wegfall der Studiengebühren "gefährdet" ist?
    Falls jmd. näheres weiss, wäre ich dankbar für Informationen ;).
    m.f.G.
    Simon
    "You have to make up your mind between rock 'n' roll or your beloved one, and since sex only lasts for, what, a half hour, at the very top, and a rock 'n' roll show lasts for an hour-and-a-half, I think we got that one sorted out."
    -Lemmy
  • Also wie grade in den Nachrichten gesagt wurde, wird Ende Februar im Landtag über die Abschaffung der Studiengebühren zum nächsten WS abgestimmt. (Wo schon mit Neuwahlen gedroht wurde, falls die Abschaffung nicht durchgewunken wird...)
    Demnach sind die Studiengebühren zum SS also noch fällig.

    MfG
    Lorenz
  • Das sie zum Sommersemester fällig sind ist ja klar, sonst würde die Rwth ja nichts einfordern (dürfen ;) ). Aber sie sollen ja zum WS 11/12 abgeschafft werden. Ich möchte nur wissen, ob das nun quasi in gefahr ist, weil in dem Artikel, den ich verlinkt habe, steht ja:

    "Die rot-grüne Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen setzt erste Akzente: Das Kabinett in Düsseldorf verabschiedete einen Gesetzentwurf, wonach Studenten schon ab Herbst 2011 keine Studiengebühren mehr zahlen müssen.".
    "You have to make up your mind between rock 'n' roll or your beloved one, and since sex only lasts for, what, a half hour, at the very top, and a rock 'n' roll show lasts for an hour-and-a-half, I think we got that one sorted out."
    -Lemmy
  • Wenn ich das richtig verstanden habe, dann steht der besagte Gesetzentwurf Ende Februar im Landtag zur Abstimmung, aber ob er durchkommt ist noch die Frage.
    So wie's aussieht ist das Problem wohl, dass die Linken sich querstellen, weil sie unbedingt die Studiengebühren schon zum SS abschaffen wollen. Rot-Grün braucht wegen der Minderheitsregierung aber auf jeden Fall Stimmen von denen. Die Kraft hat angekündigt, dass falls der Gesetzentwurf keine Mehrheit bekommen sollte, sie sich durchaus Neuwahlen vorstellen könnte.
    Wenn das so kommen sollte mit den Neuwahlen, dann würde es mit der Abschaffung zum WS wohl auch nix werden, da das mit den Neuwahlen ja auch seine Zeit dauert... Und wie eventuelle Neuwahlen ausgehen würden, steht natürlich auch in den Sternen.

    Wer die ganzen KGÜs zahlen soll ist mir auch ein Rätsel. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die RWTH so einfach die gesamten Beträge auffängt/auffangen kann.
  • JO sowas habe ich mir leider auch schon gedacht :(. Es ist jetzt zwar kein Weltuntergang, aber mein Dad würde sich bestimmt freuen über die 1k mehr im Jahr :). Das heisst wir müssen erstmal Ende Feb. abwarten...
    Zu den KGÜs:
    Entweder die Rwth sieht ein, dass sie ihr (eigenes) Geld mal in die Studenten investieren kann (sind ja nicht umsonst Uni mti den höchsten Drittmitteln in DE) oder, so sieht es Frau Kraft momentan, das Land macht noch mehr Schulden
    und die Differenz zahlt quasi am Ende jeder Steuerzahler :).
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    -Lemmy
  • Also ich habe gehört, dass mit Wegfall der Studiengebühren die Hochschulen einen höheren Etat vom Land bekommen sollen und somit die meisten von den Studiengebühren finanzierten Aspekte zu halten. Ist ja schließlich ne ordentliche Summe, die da für KGÜs und so weiter Wegfallen... Bei 30.000 Studenten, von denen etwa 20000-25000 Zahlen macht das immerhin 10 bis 12,5 Mio... und das pro Semester!
  • Das ist ja das lustige:
    Zu dem Zeitpunkt, zu dem die Studiengebühren eingeführt wurden, wurden Landesmittel an die Unis gestrichen.
    Die RWTH hatte somit 1% (overall) weniger als vorher.
  • Gab es denn "früher" (pre Studiengebühren) nichts dergleichen? Mussten also unsere Diplomer nur mit Vorlesung + Übung auskommen? Ich nutze die KGÜs eigentlich auchnie, aber das liegt an anderen Gründe, bzw meinen "Lernstil"
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    -Lemmy
  • Josh Hardcore schrieb:

    Das ist ja das lustige:
    Zu dem Zeitpunkt, zu dem die Studiengebühren eingeführt wurden, wurden Landesmittel an die Unis gestrichen.
    Die RWTH hatte somit 1% (overall) weniger als vorher.

    Ergo sind Studiengebühren doch versteckte Steuern!? ;)
    Ich bin auf der Suche nach mir selbst. Falls ich vor mir da sein sollte sag mir bitte ich soll auf mich warten! :kaffee:
  • @ jambalaya: Ja klar, nur dass jetzt nicht mehr alle dafür zahlen.

    Ich nutze auch keine KGÜ, ich brauche auch keine Fakultätspsychologin, keine zusätzlchen Fahrradständer und keine Rollstuhlrampen...
    Ist wie immer; man zahlt nur für andere!
  • mit deiner letzten aussage wäre ich sehr vorsichtig - du solltest froh sein, dass du keine rollstuhlrampen benötigst allerdings könnte man diese aussage schon als diskriminierung sehen...

    und dass studiengebühren für zusätzliche fahrradständer genutzt werden ist echt der größte schwachsinn den ich in letzter zeit gelesen habe... studiengebühren dürfen nur zur verbesserung der lehre eingesetzt werden (also übungen, neue pcs usw)...
  • Job die Aussage von Cab stimmt aufjedenfall. Studieren Gebühren dürfen nicht eingesetzt werden um zB neue Hörsäale etc zu buane (obwohl das manchmal ja auch eine verbressung der Lehre bedeuten könnte, das ist aber nen anderes Thema :).
    Ich wäre nur froh, wenn sie wegfallen würde, da ich dann meinem Vater zumindest nen bisschen weniger auf der Tasche liegen würde :).
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    -Lemmy
  • SimWi schrieb:

    Entweder die Rwth sieht ein, dass sie ihr (eigenes) Geld mal in die Studenten investieren kann (sind ja nicht umsonst Uni mti den höchsten Drittmitteln in DE)

    Wie der Name schon sagt, kommen die Mittel von Dritten. Daher sind sie auch normalerweise zweckgebunden. Im Allgemeinen an Forschungsprojekte, die an Instituten durchgeführt werden. Dann werden davon z.B. die für ein Projekt vorgesehene Anzahl von Assistentenstellen bezahlt. Ich glaube nicht, dass es auf große Gegenliebe seitens der zahlenden Unternehmen stoßen würde, wenn die RWTH davon einen Teil für die Lehre abzweigt.
  • Naja, aber es wäre ja auch im Sinne der UNternehmen, wenn einwenig von dem Geld in die Lehre fließen würde. Dann hätten sie am Ende (hoffentlich ^^) besser Ausgebildete Absolventen... Ich weiss scho, das das Geld für Die Forschung an sich genutzt werden soll, aber da das Studium eh schon teuer genug ist, muss man einemn nicht noch den letzten Cent aus der Tasche quätschen :)
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    -Lemmy
  • Ich würde mich nicht auf die Abschaffung verlassen, diese ganze von Kommunisten gestützte Regierung steht ja auf Messers Schneide. Zusätzliche Mittel wird sie wohl auch kaum finden da sie riesige Neuverschuldung mit Sozialprogrammen verbindet statt zu schauen wo sie kürzen kann. Die höheren Steuern die vll dadurch entstehen können den meisten Ings relativ egal sein, wir sind eh nach dem Studium weg nach Süddeutschland :D
    Gegen eine Abschaffung der Gebühren hätte ich nichts und ich glaube auch nicht das dann sofort der Lehrbetrieb zusammenbricht. Ich sage mal so, verzichte lieber auf KGÜ und habe dafür 1000 Euro im Jahr mehr, da kann man sich dann auch richtige Lehrdienstleistungen mit einkaufen, zum Beispiel Kern :diplom: Dann stimmt auch zwangsläufig die Qualität. Wäre jedenfalls eine interessante Innovation : Studiengebühren abschaffen und dafür ein Angebot von privat finanzierten Lehrdienstleistungen schaffen für die man dann das gesparte Geld verwenden kann. Unterm Strich nicht ungerechter als Studiengebühren aber wesentlich effektiver.
  • henn schrieb:

    , diese ganze von Kommunisten gestützte Regierung steht ja auf Messers Schneide.



    Ich lauf gleich wirklich schreiend im Kreis. Kann man sich so ne Titulierung vielleicht mal sparen?!

    Und nur, weil DU nicht in die Kolloquien zB gehst, sondern dir lieber vom Kern anquatschen lässt, was "auf jeden Fall drankommt!!1!" und dafür einen "günstigen" Euro pro Stunde bezahlen willst, heißt das nicht, dass viele andere das nicht tun. Sonst gäb es diese ganzen Angebote nicht. In meinem Kolloquium sitzen immer 10-15 Leute und bis auf wenige Ausnahmen sind alle so gefüllt, bzw andere dafür überfüllt. Und auch die, die ich besuche sehen ähnlich aus.

    Ich glaube, dass du/ihr grundsätzlich ja auch kein Problem damit habt in einem Sozialstaat zu leben und deshalb teilweise Kosten übernehmt, die mehr andere zu Gute kommen, als euch selbst. Die soziale Marktwirtschaft war ja auch eher ein CDU Baby, bevor hier irgendwer schreit, dass er ja eh CDU wähle und ihn deshalb dieser ganze Sozialquatsch mal kreuzweise könne. Und die 83€ im Monat brechen hier auch niemandem nen Zacken aus der Krone, der hinterher eh 911er fahren will...
    - - - Verstehen Sie Spaß...? - - -
  • henn schrieb:

    Ich würde mich nicht auf die Abschaffung verlassen, diese ganze von Kommunisten gestützte Regierung steht ja auf Messers Schneide. Zusätzliche Mittel wird sie wohl auch kaum finden da sie riesige Neuverschuldung mit Sozialprogrammen verbindet statt zu schauen wo sie kürzen kann. Die höheren Steuern die vll dadurch entstehen können den meisten Ings relativ egal sein, wir sind eh nach dem Studium weg nach Süddeutschland :D
    Gegen eine Abschaffung der Gebühren hätte ich nichts und ich glaube auch nicht das dann sofort der Lehrbetrieb zusammenbricht. Ich sage mal so, verzichte lieber auf KGÜ und habe dafür 1000 Euro im Jahr mehr, da kann man sich dann auch richtige Lehrdienstleistungen mit einkaufen, zum Beispiel Kern :diplom: Dann stimmt auch zwangsläufig die Qualität. Wäre jedenfalls eine interessante Innovation : Studiengebühren abschaffen und dafür ein Angebot von privat finanzierten Lehrdienstleistungen schaffen für die man dann das gesparte Geld verwenden kann. Unterm Strich nicht ungerechter als Studiengebühren aber wesentlich effektiver.



    das mit den kommunisten: käse

    das mit kern: käse (in dem kontext)

    genau so wie, dass leute rumheulen, dass sie für rollstuhlrampen bezahlen ohne sie zu brauchen. wenn einer keine studiengebühren zahlen will soll er in bundesländern studieren, die keine verlangen. gibt ja immernoch welche, die das so handhaben. immer dieses beschweren über sachen, die man selbst in der hand hat.
  • versteh deinen gesitreichen kommentar nicht.

    siehst du doch in NRW wie gut das mit wahlen klappt;) zudem ist es mittlerweil oft nicht anders zu finanzieren. da müssen eben die hilfsangebote für, die die finanziell nicht so gut gestellt sind vielleicht noch etwas verbessert werden. aber grundsätzlich gibt es gegen gebühren nichts einzuwenden finde ich

    und in den meisten ländern wird das nicht mehr zur debatte stehen. allein schon dank den erfahrungen aus hessen und jetzt nrw sieht man ja wie die parteien sich damit ins eigene knie schießen.
    wie soll man das denn den wählern vermitteln? einerseits klagen, dass kein geld da ist für zB infrastruktur, aber dann studiengebühren abschaffen. gerade den ganzen leuten, die nicht studieren dürfte das ein dorn im auge sein.

    und mein satz ist sehr wohl überlegt. man weiß vorher genau worauf man sich einlässt. und in aachen ist es zum beispiel vom wohnen her nicht unbedingt günstiger als in anderen städten, was die studiengebühren im vergleich zu zum beispiel darmstadt oder kaiserslautern nicht wett macht.
    und wenn man es sich sonst finanziell nicht leisten kann muss man gegebenenfalls auch etwas weiter weg von zu hause studieren.
    aber sich einschreiben und dann meckern ist find ich etwas überzogen.