Maschbau oder doch Etechnik?

  • Schüler

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  • Maschbau oder doch Etechnik?

    Hi leute,
    ich bin 18 jahre alt habe dieses Jahr mein Abitur in Baden Württemberg (Freiburg) abgeschlossen (Schhnitt: 2,4). Meine Leistungskurse waren Mathe, Deutsch,Physik, Spanisch, Englisch. Ich war schon imemr sehr interessiert an Physik und auch Mathe hat mir eigentlich fast immer Spaß gemacht. Zurzeit stehe ich vor der Entscheidung meiner Studienwahl, ich schwanke noch zwischen Maschinenbau und Elektrotechnik. Mein Vater (er selbst hat hat an einer FH Bauingenieurwesen studiert, und ist nicht der Typ für eine Uni; sein Freund aus Jugenzeiten hat an einer Uni Maschinenbau studiert) hat mich vor einem Maschinenbaustudium gewarnt, da Mathe hier sehr heftig sein soll, nun hab ich aber erfahren, dass es mit der Mathematik in Elektrotechnik nicht besser sondern eher noch schlimmer aussieht. Bisher war ich immer ein Mensch der "gerne" gelernt hat und der auch in Physik und Mathe weniger Probleme hatte. Ich bin nun aber stark durch mein Vater und die vielen verschiedenen Meinung aus dem Netzt verunsichert.
    Deshalb wollte ich euch einfach mal fragen wie das Maschbaustudium hier in Aachen denn so ist? Wie viel Zeit investiert ihr? Wie ist du Uni an sich sprich Qualität der Lehre etc.? Wie ist das denn jetzt mit der "Mathematiklastigkeit" in Maschinenbau und Elektrotechnik?

    Bin über Antworten sehr dankbar

    grüße Marc
  • Ich bin noch nicht lange hier, d.h. viel kann ich dir nicht über die Schwierigkeit des Studiums sagen, aber ich hab mich mal mit nem Eti, der schon etwas weiter ist, unterhalten und da ist es wohl so, dass die noch mehr Mathe haben. Am besten du vergleichst die Studienverlaufspläne der jeweiligen Studiengänge. Auch wichtig ist, dass du auf Unterschiede an den Unis achtest, ich hab mal den Stundenplan von den Erstis an der TUM gesehen, die haben z.B. mehr Mathe als wir hier. Vom Anspruch ist wahrscheinlich beides (MB/ET) gleich schwierig, vielleicht solltest du dich eher nach deinen tatsächlichen Interessen richten (wobei es natürlich auch sein kann, dass man sich nicht so gut festlegen kann, aber ich würd z.B. mehr Mathe nicht als Ausschlusskriterium werten, wenn es dich wirklich interessiert).

    Noch zu empfehlen ist, dass du dich - wenn du Maschinenbau machst - rechtzeitig um ein Praktikum kümmerst (bei vielen Firmen ist am 15. Januar Bewerbungsschluss). Ansonsten passiert dir das gleiche wie mir (last minute Entscheidung zwischen Maschinenbau RWTH/TUM, WirtIng MB RWTH und Physik LMU...so viel zu "tatsächlichen Interessen" ;)) und du musst in irgendner Klitsche dein Praktikum machen...


    Hast du denn schonmal das Orientierungs Self-Assessment der RWTH gemacht?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gdata ()

  • Eindeutig Maschinenbau =)

    Wenn du sehr gerne lernst und 5 Jahre deiner Lebenszeit opfern willst, dann bewirb dich hier.
    Klar wirst du auch hier deine Freizeit haben, aber generell sollte deine Bereitschaft da sein, viel davon für
    dein Studium zum ultimativen Ingenieur zu vergeben.
    Da du "gerne lernst", solltet du dich trauen. Denn hier sind Organisationstalent, Fleiß und etwas Begabung gefragt.
    Sei dir aber bzgl. de Aufwands im Klaren .

    Desweiteren müsstet du dich zwischen ET und MB entscheiden.
    ET: -viel Informatik, viel Elektrotechnik

    MB: - Mechanik, Thermodynamik, Strömungsmechanik....

    Mathe ist bei beiden sehr schwierig . Aber solange es dch interessiert, dürfte es kein Hindernis darstellen.
    Ich erzähle dir auch gerne mehr zu den einzelnen Fächer, wenn du magst.

    Zum Letzten : Lass dich nicht irritieren vom Gerede anderer !
    Du musst wissen, dass man mit der Aufgabe wächst, egal wie schwer sie zu sein scheint.

    Ansonsten schließe ich mich meinem Vorredner an, entscheide dich früh =)
    EN-ISO 10218 ..Schmerzgrenzwerte: Körpermodell : 2.5 Gesäß : max. zul. Stoßkraft eines Roboters: 250 N.
  • Ich kenn mich nicht so sehr in dem aus was die Etis machen, aber ich glaub beides ist ähnlich schwer ,von daher sollte man das so wählen das man seine Interessen abdeckt und das ein Etechniker nachher was anderes macht als ein Maschi ist ja klar.

    Mathe ist hier höchsten abstrakter als an der Schule, der hohe Zeit(lern)aufwand, den hat man bei allen Fächern.
    Mathe ist im MB auch nicht das Fach wo stark aussortiert wird und Höma 1,2&3 ist gut schaffbar.
    Home Taping Is Killing Music

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von blubie2 ()

  • blubie2 schrieb:

    Ich kenn mich nicht so sehr in dem aus was die Etis machen, aber ich glaub beides ist ähnlich schwer ,von daher sollte man das so wählen das man seine Interessen abdeckt und das ein Etechniker nachher was anderes macht als ein Maschi ist ja klar.

    Mathe ist hier höchsten abstrakter als an der Schule, der hohe Zeit(lern)aufwand, den hat man bei allen Fächern.
    Mathe ist im MB auch nicht das Fach wo stark aussortiert wird und Höma 1,2&3 ist gut schaffbar.

    hör nicht auf blubie, der uns sein aussortieren ... das ist alles nur schwachsinn ... wenn du lernst dann ist nichts schwer ...
  • Ich finde Mathe hier gar nicht so schwer. Hatte wer weiß was erwartet, aber soviel weiter ging es über meinen LK-Stoff nicht hinaus. Hängt aber vermutlich auch von der Qualität deines LKs ab, ich glaub meiner war ganz gut ;)
    “The problem with the world is that the intelligent people are full of doubts, while the stupid ones are full of confidence.”
    - Charles Bukowski

    Dropbox-Einladungen verschicke ich nur an RWTH-Emailadressen!
  • Mathe ist wirklich eines der humaneren Fäche und gut lernbar. Ich bin der Meinung, dass man vorallem technikinteressiert sein sollte und ein gutes Vorstellungsvermögen brauch, Mathe ist Handwerk, das kann man irgendwann. Und das sag ich, der auf der Schule immer ne 4 im Grundkurs hatte.
  • Also wenn du sehr fleißig bist schafst du alles. Jdoch wenn dir Mathe und Physik liegen, dann würde ich dir eher Maschinenbau empfehlen. Ein Freund von mir studiert Elektrotechnik und Ich persönlich finde, dass es mehr mit Informatik und theoretischer Mathematik zu tun hat als mit Elektrizität. Aber wenn ich du wäre, würde ich mich nicht zu sehr auf die Schulnoten richten, sondern mehr auf deine Interessen gucken. Solltest du kein Praktikum finden, dann mache dich nicht verrückt, meistens sind die im Praktikumsamt nachsichtig, und die geben dir trotzdem die Zulassungserlaubnis. Die 6 Wochen Vorpraktikum kannst du dann im laufe deines Studiums absolvieren. In schweren Zeiten(Finanzkrise) fallen schwere Entscheidungen. Also so war es bei mir musst aber nachweise, dass du dich beworben hast.
  • johny100 schrieb:

    blubie2 schrieb:

    Ich kenn mich nicht so sehr in dem aus was die Etis machen, aber ich glaub beides ist ähnlich schwer ,von daher sollte man das so wählen das man seine Interessen abdeckt und das ein Etechniker nachher was anderes macht als ein Maschi ist ja klar.

    Mathe ist hier höchsten abstrakter als an der Schule, der hohe Zeit(lern)aufwand, den hat man bei allen Fächern.
    Mathe ist im MB auch nicht das Fach wo stark aussortiert wird und Höma 1,2&3 ist gut schaffbar.

    hör nicht auf blubie, der uns sein aussortieren ... das ist alles nur schwachsinn ... wenn du lernst dann ist nichts schwer ...


    mhm, genau das hat er gesagt. Wer sich auf den Hosenboden setzt braucht vor Mathe keine Angst haben. Alle andern Fächer sind dann mit Glück und mehr oder weniger Fleiss auch schaffbar.
  • Also: Zuerst einmal gibt es in Aachen gar kein reines Elektrotechnik mehr. Es ist vielmehr ein Mix aus E-technik und technischer Informatik. Meine Freundin studiert E-technik ( ja steinigt mich^^) und hätte nicht erwartet wie viel Informatik es wirklich ist. Das Verhältniss liegt bei 50:50.
    Vom Anspruch her würde ich meinen Vorrednern zustimmen. Die Mathematik ist wirklich fast die gleiche. Die E-techniker sind sogar noch etwas langsamer. In den anderen Fächern tut sich da gegenseitig nicht viel, so weit ich ds beurteilen kann bisher.
    Letztendlich solltest du dir überlegen was du später einmal machen möchtest und nicht abwägen was schwieriger oder mathelastiger ist. So viel kann ich dir nämlich sagen: Beides ist absolut lernintensiv und vom Schwierigkeitsgrad ähnlich.
  • 0nemesis0 schrieb:

    Also: Zuerst einmal gibt es in Aachen gar kein reines Elektrotechnik mehr. Es ist vielmehr ein Mix aus E-technik und technischer Informatik. Meine Freundin studiert E-technik ( ja steinigt mich^^) und hätte nicht erwartet wie viel Informatik es wirklich ist. Das Verhältniss liegt bei 50:50.


    natuerlich ist das reines elektrotechnik wenn man wil und EE oder ME vertieft.
    das bisschen informatik (3 Semester + 2 Praktika) was man nebenher hat, macht noch lange kein TI ...
    IK hat mehr informationstechnische Anteile (wichtig Signalverarbeitung ist KEINE Informatik)
    Medizintechnik und Automatisierungstechnik gibts bei Maschbau auch
    und TI hat man halt nur wenn man TI vertieft ...

    zum Thema Schwierigkeit:
    tut sich gar nix
    das Semester HM4 wiegt sich ganz locker mit dem halben Semster Numa weniger auf
    Mr.Zykon braucht keinen Nanotech! Mr.Zykon ernährt sich von AAAAAAAAAngst!
  • Ok und wie siehts so mit der Finanzierung aus ?
    Hat man da noch Zeit um nebenher zu arbeiten?
    Wie finanziert Ihr euer Studium?
    Und ist es möglich das Studium in der Regelstudienzeitabzuschließen?

    gruß Marc
  • Ich kenne nur einen, der bereits im 1. Semester arbeiten gegangen ist. Der ist irgendwie so krass in Rückstand geraten, dass er im 4. abgebrochen hat (ob das jetzt nur am Job lag sei mal dahingestellt...). Prinzipiell würde ich davon eher abzuraten. Man sollte erstmal gucken, dass man den Lernbetrieb durchhält, bevor man sich mit einem Job zusätzlich belastet. Es gibt da allerdings auch Leute, die dazu raten, von Anfang an arbeiten zu gehen.

    In meinem Bekanntenkreis finanzieren zu 90% die Eltern das Studium, der Rest hat die ersten paar Semester von Bafög gelebt und dann im 3. - 4. Semester nen Hiwijob angenommen.

    Das Studium in Regelzeit abzuschliessen ist durchaus möglich. Allerdings machen viele noch ein Auslandssemester, oder ein längeres Praktikum, wodurch es dann nahezu unmöglich wird. Ist aber meiner Meinung nach auch nicht allzu wichtig...
    So richtig erkennt man erst, dass man im Winter zugenommen hat, wenn der Reißverschluss der Lederkombi beim öffnen Funken sprüht! :wacko:
  • Eltern, Bafoeg, HiWi-Stellen, Nebenjobs, Prostitution.. Da wird alles vertreten sein.

    Regelstudienzeit ist eher selten und meiner Meinung nach auch nicht so sinnvoll. Lieber mal ins Ausland gehen oder noch was nebenbei machen.

    Wieviel Zeit du hast haengt von 3 Millionen Faktoren ab und ist nicht so einfach schaetzbar. Tendenziell wirst du 3 Monate lang sehr viel Freizeit, dann 3 Monate gar keine haben, da du dich dann auf Klausuren vorbereitest. Aber auch da kenne ich Leute, die dann immernoch 12 Stunden/Woche arbeiten gehen, andere dann nicht mehr usw.


    Und Maschinenbau und E-Technik wuerd ich so sehen:

    Solltest du dich wirklich fuer ein Teilgebiet der Etechnik interessieren, also etwa Nachrichtentechnik, vielleicht Energietechnik oder was weiss ich, dann ist E-Technik offensichtlich das richtig fuer dich. Anforderungen sind eh gleich, Mathe ist im Etechnik Bereich etwas abstrakter meiner Meinung nach.

    Solltest du noch nicht wissen, was du wirklich machen willst, bzw erstmal ne solide Grundlage als "Ingenieur" legen wollen ist Maschinenbau erstmal besser, weil genereller aufgestellt. Meiner Meinung nach wird man da eher nen guter allrounder als in der Elektrotechnik, die Maschinenbauer haben dann ja auch noch viele Wahlmoeglichkeiten nach dem vierten (?) Semester.

    Die Schwierigkeit dieser beiden Studiengaenge zu vergleich ist Schwachsinn. Beides ist nicht einfach, aber natuerlich machbar. Jeder, der seinen Master in Maschinenbau macht, wuerd ihn genausogut in Etechnik machen koennen und umgekehrt. Wenn dir jemand was anderes erzaehlen will ist das daemliche Stichelei zwischen den Studiengaengen, genauso wie jeder auf den BWLern rumhackt (was allerdings auch angemessen ist :) )
    Frag dich eher was dich interessiert.
  • Ich behaupte einfach mal, dass man sein Studium nicht komplett selbst durch arbeiten während des Studiums finanziert bekommt, es sei denn man nimmt eine massiv verlängerte Studiendauer in Kauf. Ein RWTH-Studium ist einfach auf Vollzeit-Arbeit ausgelegt, wenn du in der Klausurphase noch 20h/Woche irgendwo schaffen musst, kannst du nicht alle Klausuren mitnehmen.
    Was anderes ist natürlich ein Nebenjob (vorzugsweise natürlich HiWi), die 10 Stunden die Woche bekommt man nach allem was ich bisher gesehen hab gut unter. Die 400€/Monat sind aber dann eben "nur" ein netter Nebenverdienst, die kompletten Studienkosten wird kaum einer damit tragen können. Dazu kommt, dass ein Hiwijob sinnvoll erst ab dem dritten (Lehre) oder noch später (am Institut selbst) möglich ist.

    Ich vermute einfach mal, die meisten Studenten hier haben also eine bunte Mischfinanzierung aus Bafög/Geld von den Eltern (je nach Elterneinkommen) und eigenem Zuverdienst, bspw. HiWi-Job oder Ersparnisse. Wenns garnicht hinhaut gibts ja auch noch den Studienkredit von der NRW-Bank.

    Grundsätzlich gilt aber, dass du dein Studium nicht komplett selbst finanzieren müssen solltest. Entweder du bekommst Bafög (davon kann man tatsächlich leben), oder wenn du nicht förderfähig bist, verdienen deine Eltern genug, um dir dein Studium zumindest ordentlich zu bezuschussen.
    Da gibts ja immerhin auch noch die Unterhaltspflicht der Eltern für ihre Kinder bei deren Erstausbildung. Ich schreibe das hier nur, weil ich immer wieder von Kommilitonen oder ehemaligen Mitschülern höre, dass die Eltern nicht bereit sind, ein Studium zu finanzieren, obwohl ihr Verdienst eigentlich hoch genug wäre (-->kein Bafög-Anspruch). Das nur nebenbei, ohne direkt Familienstreitigkeiten auslösen zu wollen.

    Und noch etwas zur Klarstellung - Ich habe höchsten Respekt vor jedem, der sich sein Studium hier komplett selbst finanziert. Deshalb sage ich ausdrücklich man sollte das nicht müssen, wenn man es aus persönlichen Gründen trotzdem tut, muss man sich der damit einhergehenden Nachteile einfach bewusst sein.

    Lg