Studiengebühren für "Nicht-EU-Ausländer"

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  • Wenn ich so ein Gebrabel lese wie "Einfach mal rausgehen und mit Menschen reden; Ich kenne persönlich eine Menge etc." vergeht mir schon die Lust am diskutieren.
    Es ist halt leicht, mit moralischen Phrasen zu kommen und den anderen damit in die Defensive zu drängen.
    Wenn man das Ganze aber einfach mal realistisch betrachtet, dann sind diese Gebühren für ausländische Studenten eben nicht unfair. Es steht halt immer die Frage im Raum :"Wer finanziert den Spaß überhaupt?". Momentan wird das Studium eben gänzlich über Steuermittel getragen, diese Steuern müssen aber von der Bevölkerung erbracht werden. Eine Meisterausbildung im Elektrohandwerk kostet z.B. ca.10.000€ und diese wird eben nicht von der Bevölkerung getragen sondern kommt auf den angehenden Meister zu. Der Meister zahlt also für seine Ausbildung und für die Ausbildung der Studenten.
    Und wie bereits geschrieben, es mag diejenigen geben, die nach Deutschland kommen, weil sie sich das Studium nicht leisten können. Es gibt aber auch genügend Leute, die nach Deutschland kommen und Eltern haben, bei denen es definitiv nicht am Geld mangelt. Ich erinnere mich noch gut an meine Zeit in den USA, wo alle gesagt haben, wie bescheuert die Deutschen doch wären, dass jeder Ausländer dort umsonst studieren dürfe.
    Wo ist es also unfair, dass für eine Leistung auch eine Gegenleistung gefordert wird?
  • Ein Kumpel vom Fußball kommt aus Indien, promoviert in Deutschland, spricht kein Wort Deutsch und integriert sich null.
    Von ihm weiß, dass er reiche Eltern hat und aus rein wirtschaftlichen Gründen gewählt hat und nach der Promotion mit de gewonnen Wissen zurück nach Indien will.

    Finde ich einfach nicht richtig, dass Leute die es sich locker leisten könnten, unserer deutsches Bildungssystem belasten.

    Das Argument mit der Entwicklungshilfe vor Ort sehe ich für afrikanische Länder auch. Aber ein Kumpel kam aus Ghana und hat in Köln Soziologie studiert und sich einen Lenz gemacht und nicht gelernt. Ganz ehrlich: Das finde ich maximal asozial und da finde ich nicht, dass Deutschland der Sozialstaat der Welt sein kann. Ich finde, dass man daher nur bestimmte Fächer (Maschinenbau, Elektrotechnik) mit ganz klarem Auftrag zur Entwicklungshilfe ausbilden zu lassen.
  • Phobos schrieb:

    Cutty Framm schrieb:

    Phobos schrieb:

    Selbst wenn das Studium an sich kostenlos ist, wer aus den "Entwicklungsländern" kann es sich denn leisten nach D zum Studieren zu kommen? Das sind doch zum großteil sicherlich die lokalen Eliten, die sich die Lebenshaltungskosten in Deutschland auch leisten können.
    Einfach mal rausgehen und mit Menschen reden. Ich kenne persönlich eine Menge afrikanischer Studentinnen und Studenten, die hier studieren und sich ihr Studium selbst finanzieren. Eine Unterstützung aus ihrem Heimatland ist leider keine Alternative, da die finanziellen Ansprüche in Deutschland im direkten Vergleich viel zu hoch sind.
    Danke, dass du nur den Satz rausgepickt hast, den du lesen wolltest und direkt einen vorwurfsvollen Apell hinterherwirfst. Ich habe doch explizit gefragt, ob die sich hier überhaupt ihren Lebenshunterhalt verdienen können/dürfen. Leider hab ich nur mit Kommilitonen aus dem Nahen/Fernen Osten und Indien zu tun gehabt. Und dort habe ich diese Erfahrung gemacht, dass diese sich eben nicht um Geld kümmern mussten.
    Tut mir Leid. Dann habe ich dich missverstanden. Mir schien als würdest du rein spekulativ argumentieren. Der Satz darunter hätte da leider auch nichts geändert. Jetzt wo du deine Ansichtsweise etwas detaillierter beschreibst, nehme ich meine Aussage selbstverständlich zurück!
  • Bürokratisch ist das gar kein Ding. Studiengebühren gab es schließlich schon für die gesamte Studierendenschaft. Glaube ehrlich gesagt nicht, dass NRW allzu viel davon merken wird. Vor allem die RWTH nicht. Dafür ist der Ruf zu gut und die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu z.B. München viel zu niedrig hier. Abwarten...
    Alles muss man selber machen lassen.
  • Phobos schrieb:

    Ich habe doch explizit gefragt, ob die sich hier überhaupt ihren Lebenshunterhalt verdienen können/dürfen.
    Ja, man darf arbeiten, allerdings zeitlich stark eingeschränkt, ich glaube 120 Tage Vollzeit, bzw. 240 "halbe" Tage. Reicht zum Leben, aber nicht für viel mehr.
    Ich habe keine Ahnung, wie hoch der Anteil derer ist, die sich das Studium auf diesem Wege selbst finanzieren, aber die werden die Studiengebühren wohl nicht aufbringen können.
  • Also die ganzen Studenten (z.b. aus Asien), die nur wegen Wissen hierher kommen, ist das Geld auch egal. Die haben so oder so genug von Papa, bzw. hab ich bisher noch nie gesehen / gehört, dass einer von denen nen Hiwi job o.ä. macht. Die Summe dient doch wirklich rein der wirtschaftlichen Entlastung und hält nie im Leben solche Menschen ab. Keine Sorge, es wird hier genauso viele Asiaten und Inder geben, die kein Wort Deutsch können und sobald es geht wieder weg sind.

    Inwiefern man armen EU-ausländischen Studierenden da nen Weg verbaut ist natürlich vielleicht moralisch fraglich, es kann aber nicht die Aufgabe des Steuerzahlers in NRW sein nen Afrikaner seinen Traum vom BWL-Studium zu finanzieren, der evtl. überhaupt nicht realistisch ist, weil er nicht weiß worauf er sich einlässt, schlechte Vorbildung hat, niemanden kennt und dann wirklich letztendlich wieder schmeißt. Außerdem ist die Zahl an wirtschaflich schwachen EU-Ausländern, die in NRW studieren wollen, bestimmt nicht groß, zudem geht es sowieso noch über Stipendien. Insgesamt ne vertretbar Regelung meiner Meinung nach.
  • Cutty Framm schrieb:

    Die ausländischen Studenten werden sich eh auf die anderen Bundesländer verlagern und der ganze bürokratische Kram wird das bisschen Rest an Studiengebühren verbraten.
    Wie im Artikel beschrieben, -glaube ich auch- dass es nur eine Frage der Zeit ist bis alle Bundesländer nachziehen...
    Es macht einfach keinen Sinn reiche Ausländer kostenlos mit deutschem Wissen zu versorgen.
    Außerdem werden doch "Flüchtlinge mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus, ausländische Studenten mit einer in Deutschland erworbenen Hochschulreife und Stipendiaten aus Entwicklungsländern würden von den Studiengebühren für Nicht-EU-Bürger befreit." AZ

    Welche Gründe gibt es denn für Dich, @Cutty Framm, Leuten, die nichts/wenig der Solidargemeinschaft bringen(wenn sie D nach dem Studium verlassen) und es sich finanziell leisten könnten das Studium kostenfrei in D zu ermöglichen? (Richtige) Ausnahmen sind ja oben aufgezählt. Außerdem kostet deren Ausbildung lt. Schmachtenberg ja auch mehr...
  • fabmei schrieb:



    Was mich ein wenig stört ist diese Aussage in dem Artikel: "..zur Verbesserung der Qualität an den Hochschulen eingenommen..."
    Kann halt alles oder nichts bedeuten. Geht das Geld dann nur in die Forschung, in die Lehre in die Hochschulperipherie oder wo soll das eingesetzt werden?
    Ich greif das mal auf: Vor ein paar jahren gab es ja schon einmal Studiengebühren. Diese durften nur zur Qualitätsverbesserung in der Lehre eingesetzt werden. Das waren zu 90% Assis und Hiwis für KGÜs oder Labore. Nach der Abschaffung wurden die "Studienbetragsersatzmittel" zur verfügung gestellt. Diese sind vom Volumen deutlich kleiner als die Studienbeträge vorher. Folge war, dass viele Veranstaltungen wieder ohne KGÜs, deutlich weniger KGÜs haben oder ganz weggefallen sind.
    Welche Veranstaltungen gefördert werden wird in der Kommission zur Vergabe der Studienbetragersatzmittel in den Fakultäten entscheiden. Wichtig: Die Studierenden haben hier die absolute Mehrheit! Wenn das Geld aus den Studiengebühren für nicht-Eu Ausländer in diesen Topf gegeben wird könnt ihr euch alle auf ein paar neue Veranstaltungen neben den Vorlesungen und Großübungen freuen. Oder auch einfach mehr Hiwijobs in der Lehre --> Bessere Verfügbarkeit in Übungen.

    In die Forschung wird das Geld wohl kaum fließen, da diese an der RWTH meist anders getragen wird, ebenso die Hochschulverwaltung welöche komplett von Land getragen ist. Ebenso werden gebäude vom BLB (Bund/Land) gebaut und an die RWTH zur Nutzung gegeben.
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  • @HoischenLover
    Meine Beweggründe resultieren daraus, dass ich als Student mich meinen Mitstudierenden gegenüber solidarisch zeige. Noch sitzen wir alle im selben Boot und es ist nicht ok, wenn die einen für Bildung bezahlen und die anderen nicht.

    Außerdem ist es in einer globalisierten und transnationalen Welt nicht mehr zeitgemäß das Gemeinwohl allein auf die zu beziehen, die einen deutschen Pass haben. Diese Sichtweise ist mir zu eingeschränkt.

    Ich frage mich jetzt wiederrum, was du denn schon zum Gemeinwohl großartig beiträgst?! Und woher weiß ich, ob du nicht auch irgendwann einmal Deutschland verlässt? Das ist doch ein dummes Argument.

    Naja, irgendwo muss ja auch die besagte "AfD - Elite" sitzen.

    Das wars jetzt von mir hier. Hochachtungsvoll, eurer "Gutmensch"
  • Also in meinen Augen bist du kein Gutmensch, sondern eine passiv-aggressive Diva. Da das gesagt wäre, finde ich deine Sicht der Weise einfach nicht richtig.




    Cutty Framm schrieb:

    Ich finde es traurig, dass wir unsere finanziellen Quellen für eine Verbessung der F&E in NRW aus den Portmonaies der ausländischer Studenten entnehmen. Viele von Ihnen genießen nicht das Privileg Bafög oder einen Kredit zu erhalten und müssen sich somit zwangsweise ihr Studium durch Nebenjobs finanzieren. Jedes Semester 1500 € da noch auf die hohe Kante zu setzen, könnte schwierig werden.

    Mit welchem Recht kommen denn Ausländer hierhin und meinen studieren zu müssen ohne zu zahlen? Das Studium ist ein Privileg. Ich glaube, dass du glaubst, dass Bildung selbstverständlich ist. Ist es aber nicht. Das alles muss bezahlt werden. Innerhalb der EU wurden genug Verträge geschlossen,
    so dass du "ohne Probleme" an anderen EU-Universitäten studieren kannst. Ich verstehe nicht woher du meinst, dass Nicht-EU-Bürger das Recht haben, hier zu studieren, ohne Geld abdrücken zu müssen?


    Cutty Framm schrieb:

    Meine Grundkritik ist somit, dass Studentinnen und Studenten für die Finanzierung staatlicher Universitäten nicht verantwortlich sind. Es gibt genügend andere Einnahmequellen, wie beispielsweise die Wirtschaft, welcher der größte Profiteur von gut ausgebildeten Akademikern ist.
    Zudem erkenne ich eine Entwicklung der Chancenungleichheit, was einen möglichen Bildungsaufstieg erschweren wird.
    Inwiefern ist denn eine deutsche Universität für die Changenungleicheit eines Nicht-EU-Bürgers verantwortlich? Ich finde sogar, dass 1500€ pro Semester zu gering sind. Man könnte ohne Probleme 10.000€ verlangen. Wird auch woanders gemacht und da mecker keiner drüber.
    Bevor du mich in Richtung kreuzritter positionieren willst. Seine Meinung zu...


    kreuzritter89 schrieb:

    Die Chinesischen Studenten lachen sich doch bereits ins Fäustchen.

    Kostenlos German Know-How hier abzapfen und dann gut ausgebildet wieder zurück ...Deutschen Firmen Konkurrenz machen...besser noch: aufkaufen (siehe Kuka).

    Und die Politik versteht es halt noch nicht dass uns die Felle davonschwimmen.
    Teile ich definitiv nicht. Als sei, dass knowhow im Studium gebündelt. Heutzutage, wo jede Dissertation einsehbar ist und alles zugänglich ist...von großartigem German Know-How zu sprechen, vor allem wenn an den Universitäten eh grundsätzlich dasselbe unterrichtet wird. Außerdem welcher Chinese kommt hierher, wegen des Wissens? Keiner! Wenn es nur ums Wissen ginge, würde man einfach den Kontakt herstellen, sich die Sachen aus dem L2P saugen und fertig. Es geht doch einzig und alleine um den Ruf. Als nächstes sollte man jeden deutschen Professor wohl auch nicht in China Gastvorträge halten lassen. So ein Schwachsinn. Das wirkliche Wissen steckt eh in der Industrie und in den jeweiligen Instituten, wo nur die wenigsten landen. Also von was für einem Know-How sprecht ihr alle eigentlich?

    Mir geht es nur darum, dass Leute die hierhin kommen und nicht aus der EU sind, auch richtig löhnen sollten? Warum? Weil sie es können. Das Geld ist da und man sollte soviel nehmen wie es geht. Dieses Geld kann man dann reinvestieren. Erst dann habe ich eine echte Win-Win Situation für beide Seiten.
    Das ich nicht lache. 1500€ pro Semester...da ist viel mehr zu holen und sollte auch geholt werden.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LifeisGood ()

  • Jetzt seid mal nicht zu hart mit dem Armen :lol: Man merkt halt sofort, wenn Leuten sachliche Argumente ausgehen und nur noch mit hohlen Phrasen rumgeschmissen wird. Aber jetzt mal als ganz kleinen Tipp zur "Afd - Elite"... Du hast schon mitbekommen wer in NRW gerade Koalitionsverhandlungen führt? Man munkelt, dass die AFD da nicht ganz so viel mit am Hut hat :lol:
  • Cutty Framm schrieb:

    @HoischenLover
    Meine Beweggründe resultieren daraus, dass ich als Student mich meinen Mitstudierenden gegenüber solidarisch zeige.
    Was denn nun, Student oder Studierender? :klugscheiß:

    Cutty Framm schrieb:

    Noch sitzen wir alle im selben Boot und es ist nicht ok, wenn die einen für Bildung bezahlen und die anderen nicht.
    Genau. Wir mit dem deutschen Pass zahlen später durch unsere Steuern für die Bildung. Dritt-Staatler bezahlen bis dato gar nichts. De facto zahlen wir unsere Studiengebühren später über unser gesamtes Leben...

    Cutty Framm schrieb:

    Naja, irgendwo muss ja auch die besagte "AfD - Elite" sitzen.
    Wenn nichts mehr geht, gehen noch immer Stammtisch-Parolen.

    Cutty Framm schrieb:

    Das wars jetzt von mir hier. Hochachtungsvoll, eurer "Gutmensch"
    Tschüss. :)
  • Um Mal wieder zur Diskussion zurück zu kommen:

    Laut dem Spiegel Artikel sollen von den besagten 1500€ 300€ direkt an die Hochschule zur Erweiterung der Betreuung der ausländischen Studierenden fließen.
    Ich finde unabhängig davon, wer nun Studiengebühren zahlt, sollte immer darauf geschaut werden, was für ein Verwaltungsaufwand mit einer solchen Gebühr mitschwingt. Klar, von den reinen Zahlen her würde man den Bildungsetat aufbessern, dennoch werden durch das Erheben der Gebühr auch Kosten verursacht. Sowohl im Ministerium selber, als auch an der Hochschule. An beiden wird auch eine Menge Geld versickern, um das mal etwas spitz zu Formulieren, und es kommt entsprechend wenig Geld bei den Studierenden in Form von verbesserter Betreuung, besseren Räumlichkeiten an.

    Hier an der RWTH gibt es ja bereits die International Academy, an der Zahlungskräftige Studierende sich für einige Masterstudiengänge und Zertifikate einschreiben können. Wahrscheinlich auch ohne Größeren bürokratischen Aufwand. (Wie das genau abläuft weiß ich nicht, kenne mich nur mit den Bewerbungsprozessen an "normalen" Unis für Nicht EU-Ausländer aus)
    Zu den regulären Studiengängen werden 7% der Studienplätze für Bildungsausländer vorgehalten. Wenn man nicht möchte, dass eben diese Studierenden den deutschen die Plätze wegnehmen, oder vermeintlich das Bildungssystem aushöhlen, könnte doch einfach diese Quote gesenkt werden.

    Was haltet ihr denn von einer Gebühr für Langzeitstudierende? 14 Semester for free, und ab dem 15. eine Gebühr.
  • Ich finde die Gebühr in dieser Form schwachsinnig.


    Der Betrag ist so gering, dass real kaum etwas für die Verbesserungsmaßnahmen übrig bleibt. Ich wüsste gerne mal wie viel die Uni beim derzeitigen Anteil an nicht EU-Studierenden davon als Mehrwert hat.
    Ich denke auch nicht, dass die kosten für den Staat für einen Studierenden pro Semester nur 1500€ betragen. Wenn man die zahlungskräftigen Studierenden aus dem EU-Ausland wirklich für ihre Bildung bezahlen lassen möchte, sollte man die Beiträge deutlich höher ansetzen.
    So schafft man, meiner Meinung nach, nur mehr Bürokratie von der niemand etwas hat.
  • Ich bin ein wenig verwundert wie viele glauben, dass die Studenten aus Drittstaaten alle so zahlungskräftig sind. Ich kenne in meinem Umfeld viele Studenten aus Asien, genauer gesagt der Mongolei,welche schon heute nur dank Stipendium hier studieren können und von denen viele trotzdem noch nebenbei arbeiten müssen. Da bei denen momentan Wirtschaftskrise ist, ist es mit den Stipendien auch bald vorbei. Wenn dann noch Studiengebühren dazukommen, werden aus der Mongolei nur marginal wenige Studenten kommen. Dies lässt sich glaube ich auf ziemlich viele Staaten in Asien, Afrika und Südamerika übertragen.
    Natürlich können wir als Deutsche bzw. Europäer nicht versuchen alles Elend der Welt alleine zu lösen, das würden wir auch nicht schaffen. Allerdings glaube ich, dass ein Studium die beste Art der Entwicklungshilfe ist. Dies ist wiederrum auch für uns Deutsche nützlich. Beispiel Mongolei. Einer meiner Bekannten arbeitet für eine aachener Firma im Bergbaubereich und reist/arbeitet häufig in der Mongolei. Die Mongolen sind glücklich, weil Sie von jmd. mit deutschem Know-how profitieren, die deutsche Firma ist glücklich weil Sie einen Muttersprachler haben welcher den Kontakt und die Arbeit mit den Mongolen deutlich vereinfacht. Erneut, das kann man auf viele Staaten übertragen.
    Der Verweis, dass in anderen Ländern die Studiengebühren noch viel höher sind, halte ich für ein schwaches Argument. Bildung sollte natürlich nicht zur Ramschware verkommen, in den USA oder England ist Bildung jedoch ein Luxusgut und das kann auch nicht sein. Was ist mein Vorschlag für die ganze Problematik? Moderate Studiengebühren für alle von 500Euro pro Semester. Diese müssen jedoch nicht sofort gezahlt werden, sondern erst wenn man in Lohn und Brot steht.
  • LifeisGood schrieb:

    Mit welchem Recht kommen denn Ausländer hierhin und meinen studieren zu müssen ohne zu zahlen? Das Studium ist ein Privileg. Ich glaube, dass du glaubst, dass Bildung selbstverständlich ist. Ist es aber nicht.
    Es gibt ein Recht auf Bildung, festgelegt in den Menschenrechten, sollte also schon selbstverständlich sein. ;)
    Natürlich muss NRW da nicht für die ganze Welt aufkommen. Fakt ist aber, dass für junge Leute in vielen Ländern gar kein Zugang zu höherer Bildung vorliegt. Die schauen sich dann nach Alternativen um. Gerade in solchen Fällen finde ich es dann aus sozialen Gründen schwierig zu sagen "Tja, Pech gehabt, du hast kein Geld." Uns geht es hier vergleichsweise extrem gut, da ist es für mich nicht so schlimm, einen Teil meiner Steuern auch für "den guten Zweck" einzusetzen. Das ist aber natürlich Ansichtssache, ob man bereit ist, für sowas zu zahlen.

    LifeisGood schrieb:

    Mir geht es nur darum, dass Leute die hierhin kommen und nicht aus der EU sind, auch richtig löhnen sollten? Warum? Weil sie es können.
    Sagen wir mal so: Durch Studiengebühren können die "Armen" nich mehr hier studieren. Dafür rücken dann andere, reichere, nach. DIE können dann zahlen. Nicht jeder hat das nötige Kleingeld! Wie viele davon betroffen sind, ist statistisch wahrscheinlich kaum nachzuweisen. Aber ich finde, dass man es sich zu einfach macht, wenn man alle ausländischen Studierenden über einen Kamm schert. Sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.

    (Das ist jetzt auch nicht ausschließlich auf dich bezogen, @LifeisGood, ich habe mir diese Aussage mal stellvertretend rausgepickt.)

    Aus betriebswirtschaftlicher Sicht des Landes machen Studiengebühren natürlich erstmal Sinn. Man sollte aber nicht vergessen, dass auch internationaler Austausch in der Industrie geschaffen wird, der zu höheren Umsätzen, besserer Wirtschaftslage etc. führen kann.


    Mal abgesehen vom Pro/Contra zum Thema Studiengebühren: Ich halte die angepeilten 100 Mio € (siehe AZ-Artikel) vor dem Hintergrund der ganzen Ausnahmen für stark überschätzt. Wenn alleine die Bildungsinländer nicht zahlen, kann man doch schon >20% abziehen. (wissenschaft-weltoffen.de/daten/1/2/1 ---> deutschlandweite Statistik zu ausländischen Studenten in Deutschland). Wie kommt die FDP auf so hohe Zahlen?

    Hendrik W. schrieb:

    Ich bin ein wenig verwundert wie viele glauben, dass die Studenten aus Drittstaaten alle so zahlungskräftig sind.
    Weil sich jeder hier nur das rauspickt, was ihm passt. Bisher wurde doch keine Statistik genannt über die Zahlungskraft ausländischer Studenten, wahrscheinlich weil das auch einfach kaum nachvollziehbar ist, wie reich die mongolischen/chinesischen/kenianischen... Eltern wirklich sind. Wir argumentieren doch alle ausschließlich auf Basis von Einzelfällen im Bekanntenkreis und "einfach mal rausgehen und mit Leuten sprechen"
  • Dennoch ändert das nichts an der Tatsache, dass Ausländer dieses Recht nicht haben! Es ändert auch nichts an der Tatsache, dass es ein Privileg ist.

    Gerade diesen Argumentationsstrang:


    Zubehör schrieb:

    Gerade in solchen Fällen finde ich es dann aus sozialen Gründen schwierig zu sagen "Tja, Pech gehabt, du hast kein Geld."
    Warum ist es schwierig das zu sagen? Es geht dabei doch gar nicht um sozial oder nicht sozial. Sondern um eine einfache Kapazitäts- und Geldfrage. Ich verstehe nicht, warum Menschen heutzutage aus jedem Thema eine Moral-Debatte machen.

    Mir ist es auch egal, ob die Leute grundsätzlich Geld haben oder nicht. Aber es ist Fakt, dass jeder Student Geld kostet. Es ist Fakt, dass wir ein Limit an Studienplätzen, Professoren und Lehrkräften allgemein haben. Wenn ich ein Limit habe, dann fülle ich das Limit doch zuerst mal mit Leuten aus Deutschland
    und der EU. Wenn dann was übrig bleibt, fülle ich das Limit mit Leuten, die Geld haben, damit ich das Optimum raushole. Wenn du findest, dass das sozial ungerechtfertigt ist, dann bitte schön. Finde ich nicht. Das Geld dieser Leute kann man nämlich für eine Verbesserung der Lehrbedingungen nutzen.
    Hätten wir echt unendlich viel Kapazität, würde sich diese Diskussion auch erübrigen.

    Außerdem mit welchem Recht...haben Ausländer einen Anspruch hier zu studieren, ohne zu zahlen. Sie können sich weder auf das deutsche noch auf das EU-Recht berufen. Ich finde das so abstrus...dass du versuchst Rechte, die für Deutsche und EU-Bürger gelten, auf die Welt auszuweiten. Sry das will mir nicht in den Kopf.

    Außerdem zur Zahlungskraft der ausländischen Studenten...man nehme die US-Top-Unis, die EU-Top-Unis, nehme diese als Proxy-Variable im Sinne von...wie viele Studenten gehen auf diese Universitäten und können die Studiengebühren bezahlen. Die meisten werden über Stipendien laufen. Aber das ist doch schon mal gut, dann sind die Kosten gedeckt, sofern die Stipendien nicht staatlich sind. Dann kannst du dir angucken, wie viele Geld in der Tasche haben. Das wird noch immer ein prozentual nicht zu vernachlässigender Anteil sein. Es ist nur eine Sache der Mathematik, da das Optimum auszuloten. Das hat absolut nichts mit sozialem Benehmen zu tuen.

    Ich würde von jedem Ausländischem-Studenten 10.000€ verlangen pro Semseter. Weißt du was...du wirst erschrecken, wie viele das Geld über Stipendien dann doch aufbringen können. Und wenn nicht, dann ist das auch nicht mein Problem. Ist es echt nicht. Seit wann ist man für die Probleme in der gesamten Welt verantwortlich? Woher kommt diese Mentalität eigentlich? Und meinst du echt die Diversifkation der Herkunf ist so unterschiedlich in den USA, in UK etc.? Glaubst du doch selbst nicht oder? ;)

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