Professoren = Überflieger-Studenten?

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  • Professoren = Überflieger-Studenten?

    Was meint ihr? Waren unsere Professoren Überflieger-Studenten mit 1,0 in ihrem Fach, die schon als Studenten dafür gebrannt haben und Prof werden wollten?

    Oder kam die Weisheit erst mit dem Alter und die dachten sich nach der Promotion, ach, ich versuchs mal mit einer akademischen Karriere?
    :drive:
  • Hab mal mit nem Mathe-Prof gequatscht, der wusste nach dem Studium nicht was er machen sollte und hat keinen Job gefunden - also hat er promoviert. Und dann hat er mit der Promotion immer noch keinen Job gefunden, also ist er Prof geworden :D
    Ist aber vmtl ein Mathematik-spezifisches Problem.
  • Stelio Kontos schrieb:

    Die profs waren zum teil in der Wirtschaft und haben sich dann an die uni zurückgezogen, weils entspannter ist.
    Das halte ich doch, bei den allermeisten Professoren hier im Maschinenbau, für ausgekochten Unsinn. Zumindest die Professoren, deren Arbeitsablauf ich etwas genauer kenne, haben eindeutig kein entspanntes Leben. Feierabende und Wochenenden existieren eigentlich nicht, selbst im Urlaub muss immer noch irgendein Paper gegengelesen oder an einem Antrag geschrieben werden. Hinzu kommen ständige Dienstreisen, die ebenfalls regelmäßig Wochenenden und Feiertage fressen. Die meisten Professoren knacken vermutlich problemlos die 70 Wochenstunden im Jahresmittel. Immerhin hat ein durchschnittlicher Institutsleiter hier direkte Verantwortung für >50 Mitarbeiter und ein Millionenbudget. Ein vergleichbar bezahlter Abteilungsleiter irgendwo im Großkonzern hat eindeutig das chilligere Leben.

    Damit möchte ich nicht ausschließen, dass vereinzelte Professoren irgendwo eine ruhige Kugel schieben, aber Pfeifen gibt's in der Wirtschaft ja auch.
  • Dingens schrieb:

    Stelio Kontos schrieb:

    Die profs waren zum teil in der Wirtschaft und haben sich dann an die uni zurückgezogen, weils entspannter ist.
    Das halte ich doch, bei den allermeisten Professoren hier im Maschinenbau, für ausgekochten Unsinn. Zumindest die Professoren, deren Arbeitsablauf ich etwas genauer kenne, haben eindeutig kein entspanntes Leben. Feierabende und Wochenenden existieren eigentlich nicht, selbst im Urlaub muss immer noch irgendein Paper gegengelesen oder an einem Antrag geschrieben werden. Hinzu kommen ständige Dienstreisen, die ebenfalls regelmäßig Wochenenden und Feiertage fressen. Die meisten Professoren knacken vermutlich problemlos die 70 Wochenstunden im Jahresmittel. Immerhin hat ein durchschnittlicher Institutsleiter hier direkte Verantwortung für >50 Mitarbeiter und ein Millionenbudget. Ein vergleichbar bezahlter Abteilungsleiter irgendwo im Großkonzern hat eindeutig das chilligere Leben.
    Damit möchte ich nicht ausschließen, dass vereinzelte Professoren irgendwo eine ruhige Kugel schieben, aber Pfeifen gibt's in der Wirtschaft ja auch.
    Also von den meisten meiner Profs kann ich von Ihrer persönlichen Vorstellung behaupten das die meisten erst in der Wirtschaft waren und sich zurück gezogen haben. Diese waren dort allerdings nicht kleine Abteilungsleiter, sondern hatten Ihre eigenen Firmen oder waren z.B. im Vorstand bei der Luthansa etc.. Meine bisheigen Profs waren in der Wirtschaft auch sehr erfolgreich und da würde ich wirklich nicht behaupten das man in solchen Positionen und mit solchen Verantwortlichkeiten ein "chilliges Leben" führt.

    Aus meinem privatem Umfeld kenne ich einen Prof der allerdings nicht an der RWTH ist. Er behauptet selbst das es kein stressiges Leben sei. Er hat zwar viele Verpflichtungen, aber es sind Themen die er selbst intensiviert und für die er sich begeistert (sonst wäre man ja auch kein Prof).
    Mit weiteren 2 Kleinkindern und einigen Hobbies benötigt er auch viel Freizeit, die er allerdings auch hat.

    Ein Mittel von 70 Stunden in der Woche, das wären Mo - So 10 Stunden am Tag arbeiten?!? Im Mittel? Lass dir das nochmal durch den Kopf gehen. :lol:

    Außderm ist das lesen eines Papers des Angestellten häufig eine Freizeitaktion so wie wir stattdessen die Auto BIld lesen zur Weiterbildung :thumbsup:
  • Chris52134 schrieb:

    Also von den meisten meiner Profs kann ich von Ihrer persönlichen Vorstellung behaupten das die meisten erst in der Wirtschaft waren und sich zurück gezogen haben. Diese waren dort allerdings nicht kleine Abteilungsleiter, sondern hatten Ihre eigenen Firmen oder waren z.B. im Vorstand bei der Luthansa etc.. Meine bisheigen Profs waren in der Wirtschaft auch sehr erfolgreich und da würde ich wirklich nicht behaupten das man in solchen Positionen und mit solchen Verantwortlichkeiten ein "chilliges Leben" führt.
    Klar, aus dem Unternehmensvorstand an die Uni ist vermutlich ein entspannteres Leben. Allerdings wechselt man dabei auch von einem vermutlich siebenstelligen Gehalt auf ein gerade noch sechsstelliges. In gleicher Gehaltsklasse zu einem Uni-Prof, der nicht noch nebenbei ein Unternehmen hat, liegt halt mehr so der Abteilungsleiter.

    Chris52134 schrieb:

    Ein Mittel von 70 Stunden in der Woche, das wären Mo - So 10 Stunden am Tag arbeiten?!? Im Mittel? Lass dir das nochmal durch den Kopf gehen.
    Jo, ist schon eher scheiße. Aber wenn man Mo-Fr beispielsweise von 8 bis 20 Uhr am Institut ist und am Wochenende regelmäßig wenigstens einen Tag komplett arbeiten muss, erreicht man zusammen mit häufigen Dienstreisen übers Wochenende problemlos solche mittleren Wochenstunden. Den Professor, der sagt "am Wochenende mach ich nix, und um fünf bin ich weg" habe ich noch nicht gefunden.

    Chris52134 schrieb:

    Aus meinem privatem Umfeld kenne ich einen Prof der allerdings nicht an der RWTH ist. Er behauptet selbst das es kein stressiges Leben sei. Er hat zwar viele Verpflichtungen, aber es sind Themen die er selbst intensiviert und für die er sich begeistert (sonst wäre man ja auch kein Prof).
    Mit weiteren 2 Kleinkindern und einigen Hobbies benötigt er auch viel Freizeit, die er allerdings auch hat.

    Dass das an anderen Hochschulen und anderen Fachrichtungen durchaus anders aussehen mag, möchte ich nicht bestreiten. Der Geisteswissenschaften-Professor mit 5 Mitarbeitern inklusive Sekretariat, der vielleicht einmal im Jahr zu einer Konferenz fliegt, mit Unternehmen und Drittmitteln nix am Hut hat und großteils Lehre macht, kann vermutlich ein ganz angenehmes Leben führen. Hier ging es aber um die Maschinenbau-Professoren an der RWTH, und deren Leben sieht schon allein durch die schiere Größe der meisten Institute anders aus.

    Chris52134 schrieb:

    Außderm ist das lesen eines Papers des Angestellten häufig eine Freizeitaktion so wie wir stattdessen die Auto BIld lesen zur Weiterbildung

    Wenn deine Mitarbeiter auf dem Niveau eines AutoBILD-Journalisten schreiben und du keinen Bock hast produktive Kommentare zu geben vielleicht. Wenn dir dein wissenschaftlicher Ruf wichtig ist (dein Name und dein Institut stehen ja auch auf dem Paper), liest man vielleicht doch etwas genauer, denkt nach und macht inhaltliche Korrekturen.
  • Schon klar, dass viele aus der Wirtschaft wieder an die Uni gewechselt sind. Aber was ist mit denen, die eine rein akademische Karriere hingelegt haben? Da muss doch die Entscheidung, diese Richtung einzuschlagen, relativ früh gefallen sein. Daher frag ich mich, was das wohl für Studenten waren.. ?( . *btt*
    :drive:
  • MTuring schrieb:

    Schon klar, dass viele aus der Wirtschaft wieder an die Uni gewechselt sind. Aber was ist mit denen, die eine rein akademische Karriere hingelegt haben? Da muss doch die Entscheidung, diese Richtung einzuschlagen, relativ früh gefallen sein. Daher frag ich mich, was das wohl für Studenten waren.. ?( . *btt*
    Schau mal nach, wie oft die Diss zitiert wurde. Das sollte mehr verraten, weil es erst den Weg zur Professur ebnet.

    IM Studium zeichnet sich das relativ "schlecht" ab. hatten vllt. nen sehr guten Schnitt, aber manch einer ist auch erst in seiner Domäne richtig aufgeblüht.
    super Uni, super Forum, super FAQ.
    In o.g. genannten FAQ werden fast 6σ der im Forum gestellten Fragen zu Studentenangelegenheiten geklärt.
  • Ich denke man muss hier zwischen solchen Professoren unterscheiden, die eher Manager sind und solchen, die eher Wissenschaftler sind. Gerade an den großen, industrienahen Instituten müssen die Profs keine intellektuellen Überflieger sein und viele sind es auch nicht. Da kommt es eher auf Management, Personalführung und Präsentation an. Deswegen kommen dort viele Profs auch aus der Industrie.
    Anders sieht es an den naturwissenschaftlicheren Instituten aus. Dort haben die Profs mehr auf dem Kasten was Mathe, Technik, Simulationstechnik, Physik usw. angeht. Auf diesem Level wird in der Industrie nur selten gearbeitet und man muss frühzeitig damit beginnen, dh. schon im Studium und muss anschließend auch dabei bleiben. Wenn du dann für ein paar Jahre in die Industrie gehst, bis du einfach raus aus dem ganzen und wirst auch nicht mehr wieder so leicht reinfinden.
    Von daher sind das zwei paar Schuhe.
  • Ich meine der Schmachtenberg selbst hat 17 Semester gebraucht, mit 28 begonnen zu promovieren und war auch als Prof angestellt. Korrigiert mich wenn ich mich mit den zahlen vertan habe, so ähnlich sollte es aber gewesen sein.
    Das spricht auch eher für den Studenten, der alles mit der Brechstange absolviert als mit 1,0.

    Alleine an den wissenschaftlichen Mitarbeitern an den Instituten sieht man ja schon, dass es nicht immer die 1,0 sein muss. Vielen von denen habe länger studiert, einen Bachelor im schwachen 2er Bereich absolviert und auch nicht unbedingt im Master die 1, erreicht (natürlich gibt es auch die überflieger dort^^)

    Wenn ich mir Karriereberatungen a la Heiko Mell durchlese, wäre es für viele von denen nicht mal ratsam gewesen, einen Master an den Bachelor dranzuhängen. Von einer Promotion ganz zu schweigen.
  • Affenjunge schrieb:

    Ich meine der Schmachtenberg selbst hat 17 Semester gebraucht, mit 28 begonnen zu promovieren und war auch als Prof angestellt. Korrigiert mich wenn ich mich mit den zahlen vertan habe, so ähnlich sollte es aber gewesen sein.
    Das spricht auch eher für den Studenten, der alles mit der Brechstange absolviert als mit 1,0.

    Alleine an den wissenschaftlichen Mitarbeitern an den Instituten sieht man ja schon, dass es nicht immer die 1,0 sein muss. Vielen von denen habe länger studiert, einen Bachelor im schwachen 2er Bereich absolviert und auch nicht unbedingt im Master die 1, erreicht (natürlich gibt es auch die überflieger dort^^)

    Wenn ich mir Karriereberatungen a la Heiko Mell durchlese, wäre es für viele von denen nicht mal ratsam gewesen, einen Master an den Bachelor dranzuhängen. Von einer Promotion ganz zu schweigen.
    Anstatt der Karriereberatung von Heiko Mell zu glauben, ist es vermutlich zielführender sich die Karten auf dem Aachener Bend legen zu lassen. Hat vermutlich mehr Informationsgehalt :lol:
  • Meinem Eindruck nach ist das alles Fleiß, Motivation, Wille und Interesse. Ja eine gewisse Begabung und kommunikative Fähigkeiten braucht man schon, aber ich denke, dass die Profs keineswegs 1,0 Überflieger waren.

    Auszug zu Einstein aus Wikipedia:
    "In den Vorlesungen fiel er dem lehrenden Professor vor allem durch seine Abwesenheit auf. Für die Prüfungen verließ er sich auf die Mitschriften seiner Kommilitonen. Diese Ignoranz verstellte ihm nicht nur Karrierechancen an seiner Hochschule, er bereute sie spätestens bei der Entwicklung der mathematisch höchst anspruchsvollen allgemeinen Relativitätstheorie"

    Also Verlauf des Studiums und Noten müssen keine Aussagekraft haben und sind auch keine Voraussetzung für irgendwas.

    Ika schrieb:

    die machen einfach worauf die bock haben.
    Ich glaub Schröder chillt viel, während so ein Schuh hummeln im arsch hat
    Da muss ich mich daran erinnern wie Schröder in den Vorlesungen manchmal sagte
    "Wenn ihr das nächste mal in der Karibik auf dem Strand liegt und sonst nichts zu tun habt, könnt ihr euch das mal durchlesen, ansonsten braucht ihr das jetzt nicht"
    Oder so ähnlich. Hat wahrscheinlich immer aus der eigenen Perspektive und Erfahrung gesprochen :D

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von RS6 ()

  • Also zu behaupten die Professoren seien keine intellektuellen Überflieger halte ich für eine absolute Fehleinschätzung. Wenn ihr Mal außerhalb der Vorlesungen mit einem Prof zu einem Thema diskutiert, werdet ihr das merken. Viele habe eine e unheimlich hohe Auffassungsgabe.
    super Uni, super Forum, super FAQ.
    In o.g. genannten FAQ werden fast 6σ der im Forum gestellten Fragen zu Studentenangelegenheiten geklärt.
  • morsch schrieb:

    Also zu behaupten die Professoren seien keine intellektuellen Überflieger halte ich für eine absolute Fehleinschätzung. Wenn ihr Mal außerhalb der Vorlesungen mit einem Prof zu einem Thema diskutiert, werdet ihr das merken. Viele habe eine e unheimlich hohe Auffassungsgabe.
    "Viele", nicht alle. Bardow und Abel schätze ich sehr intelligent ein. Gegenbeispiele sollen an dieser Stelle unerwähnt bleiben.
    Alles muss man selber machen lassen.
  • Ich muss sagen: Die Aussage klingt in meinen Ohren recht arrogant. Ein Professor wird nicht nur an seiner Lehrleistung gemessen und dein Beitrag legt nahe, dass du jetzt allen Ernstes aus deiner RT und Thermozeit diese Aussage herleitest? Gerade in diese Vorlesungen fließen so gut wie keine aktuellen Erkenntnisse ein.
    super Uni, super Forum, super FAQ.
    In o.g. genannten FAQ werden fast 6σ der im Forum gestellten Fragen zu Studentenangelegenheiten geklärt.
  • Die Frage war doch, ob alle Professoren "intellektuelle Überflieger" seien. Als Überflieger schätze ich eben nicht alle ein. Natürlich gibt es wesentlich mehr Beispiele als Bardow und Abel. Im Übrigen habe ich mit beiden auch schon (kurze) Gespräche geführt, was den Eindruck bestärkt hat, dass es sich um sehr intelligente Menschen handelt. Jedem Prof. am WZL oder Fraunhofer jetzt einen IQ in den Top 1% zuzuordnen wäre mir aber auch zu pauschal ;)

    Ich hoffe man versteht, was ich meine. Warum sollte man auch besonders intelligent sein müssen, um einen Lehrstuhl ergattern zu können? Harte Arbeit und Engagement sind da wohl eher der Schlüssel zum Erfolg.
    Alles muss man selber machen lassen.